Stermann, Dirk: Die Republik der Irren, Rowohlt, 2025
Fiume an der Adria, heute Rijeka: Der erste Weltkrieg ist zu Ende. Der Dichter Gabriele D’Annunzio, ein glühender Nationalist, rückt mit einer Armee italienischer Freischärler in die Stadt ein, die bislang zu Österreich-Ungarn gehört hatte. Sein Ziel ist die Errichtung einer neuen Republik, einer Republk der Zukunft, einer futuristischen Republik. Es folgen 500 Tage Sex, Drugs und Futuristische Musik. Aus aller Welt kommen Anarchisten, Esoteriker, Künstler und Faschisten an die Adria um das größte Kunst-Happening der Geschichte umzusetzen. Fast alle absurden Begebenheiten, die in dem Roman geschildert werden, sind tatsächlich geschehen. Zudem lernt Mussolini hier, wie man die Massen in ständiger Erregung hält, wer wissen will, woher die Nazis ihren sogenannten "deutschen Gruß " haben, wird hier ebenfalls fündig und manches Mal kann man den Vergleich zu heutigen Regierungsführern, die alle Welt in ständiger Aufregung halten, beim Lesen einfach nicht abschütteln. In die Ereignisse hereingezogen wird das junge Paar Cherubino und Letizia. Sie sind zusammen mit Zino nach Fiume gekommen und sind Zino Pfleger. Denn Zino kommt aus einem psychatrischen Krankenhaus. Dort hat er gelebt, weil er seine Familie mit der Axt ermordet hat. In Fiume aber soll Zino Minister werden, Minister für Handstreiche. Er wird seine Sache sehr ernst nehmen...
Interview mit dem Autor: Dirk Stermann über "Die Republik der Irren" - Westart - Podcasts und Audios - Mediathek - WDR
Besprechung: Benjamin Decker