Stockett, Kathryn:
Der Club der Unbeugsamen
btb Verlag 2026
Mississippi, 1933. Während die Wirtschaftskrise die Welt in Atem hält, kreuzen sich in einer kleinen Stadt die Wege dreier ungewöhnlicher Frauen.
Sie erkennen, dass sie gemeinsam etwas bewegen können, vielleicht sogar die Regeln
ihrer Zeit verändern. Um ihre Ziele zu erreichen, gehen erstaunliche Risiken ein. Denn sie haben eines gemeinsam: Sie haben wenig zu verlieren.
Die elfjährige Meg, deren Mutter einst an Weihnachten verschwand, hat auf die harte Tour gelernt, sich auf niemanden zu verlassen. Nun zählt sie zu den großen
Mädchen« im Waisenhaus und kämpft jeden Tag um ihre Würde. Birdie Calhoun, unverheiratet und unverblümt, ist nach Oxford gekommen, um ihre wohlhabende
Schwester um etwas Geld zu bitten. Doch sie merkt schnell: Das High-Society-Leben ist nichts als ein Geflecht aus Lügen.
Dann begegnet Birdie Charlie, einer Frau, die mit dem Rücken zur Wand steht. Als sich die Schicksale der drei kreuzen, schmieden sie einen kühnen Plan, um einzufordern, was ihnen
zusteht. Doch in einer heuchlerischen Zeit, in der die Freiheit von Frauen zerbrechlich ist, kann selbst der kleinste Akt des Widerstands gefährliche Folgen haben.
Eine Geschichte hinter einem unscheinbaren Cover, welche man nicht erwartet. Beim Lesen schwankte ich zwischen Betroffenheit für die kleine Meg im Waisenhaus und mehrfachem laut losprusten über die wirklich schrägen Szenen in der Villa. Kurzweilig was man diesem dicken Buch nicht zutraut.
(Annika Ruzek)